Eine Zarge ist ein tragendes Rahmenelement, das je nach Anwendungsbereich unterschiedliche Aufgaben übernimmt. Im Schreinerhandwerk bezeichnet der Begriff sowohl konstruktive Bauteile im Möbelbau als auch den Rahmen einer Tür. Gemeinsam ist beiden Anwendungen, dass die Zarge Bauteile verbindet, stabilisiert und deren Funktion unterstützt.
Im klassischen Möbelbau bildet die Zarge das tragende Grundgestell zwischen den Stollen eines Möbelstücks, beispielsweise bei Tischen, Stühlen oder anderen Stollenmöbeln. Sie verbindet die senkrechten Bauteile miteinander und sorgt für Stabilität sowie Verwindungssteifigkeit. Häufig werden Zargen zusätzlich durch sogenannte Stege ergänzt, die im unteren Bereich des Gestells verlaufen und die Konstruktion weiter aussteifen. Während Zargen die Hauptlast aufnehmen, dienen Stege vor allem der zusätzlichen Stabilisierung.
Im Türenbau bezeichnet eine Zarge den fest mit der Wand verbundenen Rahmen, in den das Türblatt eingehängt wird. Man unterscheidet verschiedene Bauformen, darunter die Umfassungszarge und die Blockzarge. Eine Umfassungszarge umschließt die Wandöffnung vollständig und verdeckt die Schnittkanten des Mauerwerks. Eine Blockzarge wird dagegen innerhalb der Wandöffnung montiert, sodass angrenzende Wandflächen anschließend verputzt oder anderweitig verkleidet werden müssen.
Ob im Möbelbau oder im Innenausbau – Zargen übernehmen eine tragende Funktion und sind entscheidend für Stabilität, Passgenauigkeit und Langlebigkeit einer Konstruktion.